Strukturwandel zum Anfassen: Besuch bei der Schaab Holzbau GmbH

Wie gelingt es, gute Arbeitsplätze, Innovation und Wertschöpfung in der Region zu sichern? Antworten darauf gab es bei einem gemeinsamen Besuch der Landtagsabgeordneten Tamina Reinecke mit Leo Pröttel, dem grüen Landratskandidaten bei der Schaab Holzbau GmbH in Baddeckenstedt.

Geschäftsführer Martin Ziaja stellte dabei eine neue Lasertechnologie vor, die direkt auf den Abbundtisch projiziert. Baupläne müssen nicht mehr auf Papier übertragen werden, stattdessen werden Maße und Bauteile präzise auf das Werkstück projiziert. Das beschleunigt die Fertigung, reduziert Fehlerquellen und steigert die Produktivität des Handwerksbetriebs.

Finanziert wurde die Anschaffung über das Forschungsprojekt DiSaFa. Mit diesem Vorhaben unterstützt der Bund innovative Unternehmen in der Kohleregion rund um Helmstedt und schafft Perspektiven für die Zeit nach der Braunkohle. Statt auf den Verlust von Arbeitsplätzen zu reagieren, werden hier aktiv neue Zukunftsfelder aufgebaut.

„Strukturwandel darf kein Schlagwort bleiben. Er muss in den Werkhallen, Betrieben und Unternehmen der Region sichtbar werden“, betont Leonhard Pröttel. „Hier wird deutlich, was möglich ist, wenn öffentliche Förderung auf engagierte Unternehmer trifft: Aus traditionellen Handwerksbetrieben werden Innovationstreiber. Genau solche Projekte brauchen wir, damit junge Menschen auch künftig gute Arbeitsplätze in unserer Region finden.“

Pröttel kennt das Unternehmen seit vielen Jahren und arbeitet regelmäßig mit der Schaab Holzbau GmbH zusammen. Darüber hinaus ist er als Architekt selbst Teil des DiSaFa-Konsortiums. Gemeinsam mit der Ostfalia Hochschule, dem Unternehmen Winobo von Henning Kramer und der Florahof GmbH aus Helmstedt werden neue Methoden für die nachhaltige und wirtschaftliche Sanierung historischer Fachwerkgebäude entwickelt.

„Gerade im ländlichen Raum gibt es viele hochinnovative Unternehmen, die oft zu wenig wahrgenommen werden“, erklärt Tamina Reinecke. „Der neue Laser ist ein gutes Beispiel dafür, wie Digitalisierung und Handwerk zusammenfinden. Solche Investitionen stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe und sichern Arbeitsplätze vor Ort.“

Für Pröttel ist der Besuch auch ein Signal an die Politik: „Während andernorts über den Niedergang ländlicher Regionen gesprochen wird, entstehen hier Lösungen für die Zukunft des Bauens. Wenn wir Innovation, Klimaschutz und regionale Wirtschaftskraft zusammendenken, kann die Region zu einer Modellregion für nachhaltiges Bauen werden.“

Sein Dank gilt Martin Ziaja und dem gesamten Team der Schaab Holzbau GmbH für die Einblicke in ihre Arbeit. Der Besuch habe gezeigt, welches Potenzial in der Region steckt – und dass die Zukunft nicht nur in den Metropolen entsteht, sondern genauso in den Werkstätten und Betrieben zwischen Helmstedt, Königslutter und Wolfenbüttel.

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