
Die Balustrade vor dem Schloss Wolfenbüttel wird mitsamt ihrer Skulpturen umfassend saniert. Nachdem der Zustand der historischen Anlage in den vergangenen Jahren immer schlechter geworden war, wurde nun bestätigt, dass die lange geforderte Sanierung 2026 umgesetzt werden soll und der Maßnahmenbeschluss in Kürze erfolgen kann.
Die Balustrade prägt seit Jahrhunderten das Erscheinungsbild des Schlossplatzes. Sie entstand im Zuge der barocken Umgestaltung des Schlossbereichs im 18. Jahrhundert und gehört zu den wichtigsten historischen Freiraumelementen der Stadt. Die Skulpturen, Natursteinflächen und Geländer sind nicht nur architektonisch bedeutsam, sondern auch ein zentraler Bestandteil des kulturellen Erbes Wolfenbüttels.
In den vergangenen Jahren war der zunehmende Verfall immer deutlicher sichtbar geworden. Verwitterte Steine, Schäden an den Figuren und ein insgesamt ungepflegter Eindruck sorgten zunehmend für Kritik. Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hatte deshalb wiederholt beantragt, die Sanierung vorzuziehen. Zuletzt wurde 2025 im Rahmen der Haushaltsberatung gefordert, die Maßnahme nicht wieder mehrere Jahre nach hinten zu schieben, sondern bereits 2026 umzusetzen.
„Die Balustrade gehört zu den bekanntesten Orten unserer Innenstadt. Dass sie über Jahre immer weiter verfallen ist, war kein Zustand, den man dauerhaft hinnehmen konnte – insbesondere mit Blick auf das touristische Potenzial unserer Stadt. “, erklärt Lena Krause, Grüne Bürgermeisterkandidatin. „Wer das Schloss besucht, sollte keine bröckelnden Skulpturen vorfinden. Deshalb ist die Sanierung ein wichtiges Signal für den Umgang mit unserem kulturellen Erbe.“
Auch Leo Pröttel, Grüner Landratskandidat, begrüßt die Entscheidung: „Das Schloss mit seiner Balustrade ist eines der wichtigsten Wahrzeichen Wolfenbüttels. Gerade für Tourismus, Stadtbild und Identität ist es enorm wichtig, solche historischen Anlagen zu erhalten. Jahrelanger Sanierungsstau wird am Ende immer teurer – deshalb war es richtig, frühzeitig Druck zu machen.“
Die Grünen sehen die Sanierung auch als Investition in den Tourismusstandort Wolfenbüttel. Das Schloss und sein Umfeld gehören zu den meistbesuchten historischen Orten der Stadt und prägen das Bild Wolfenbüttels weit über die Region hinaus. Ein gepflegtes und denkmalgerecht erhaltenes Ensemble stärke nicht nur die Aufenthaltsqualität, sondern auch die kulturelle Ausstrahlung der Innenstadt.
„Historische Architektur ist kein Luxus, sondern Teil unserer Stadtidentität“, so Lena Krause weiter. „Menschen kommen nach Wolfenbüttel wegen genau solcher Orte. Deshalb müssen wir sie erhalten und sichtbar wertschätzen.“