Einen spannenden Abend zur Zukunft der Energiewende erlebten die Wolfenbütteler Grünen mit Sven Giegold, dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen und ehemaligen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium.
In seinem Vortrag zeigte Giegold, wie die aktuelle Bundesregierung den Ausbau der erneuerbaren Energien ausbremst – und damit Bürgerinnen und Bürgern ebenso wie der Industrie schadet. Besonders problematisch seien schlechtere Rahmenbedingungen für Photovoltaik mittlerer Größe, etwa auf Gewerbe- und größeren Gebäudedächern. Dabei wurde klar: Günstige erneuerbare Energie ist längst ein entscheidender Standortfaktor. Wer ihren Ausbau bremst, schadet nicht nur dem Klimaschutz, sondern auch unserer Wirtschaft und ihren Arbeitsplätzen.
Lena Krause stellte den kommunalen Handlungsspielraum heraus: „Auch die Stadt selbst muss weiter investieren. Wir haben viele geeignete Dächer und Flächen und können mit Photovoltaik und anderen erneuerbaren Energien dauerhaft Energiekosten senken und gleichzeitig das Klima schützen.“
Leonhard Pröttel ergänzte: „Wir müssen die Stromnetze konsequent für Wärmepumpen, Klimaanlagen, E-Mobilität und mehr Photovoltaik ausbauen. Genau diesen Netzausbau forcieren wir auch über den Aufsichtsrat der Avacon. Klimaanlagen und Wärmepumpen sind dabei zunehmend auch eine Frage des Hitzeschutzes: Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen ihre Wohnungen im Sommer bezahlbar kühlen können.“
Der Abend machte deutlich: Die Energiewende braucht keine neuen Bremsen, sondern Investitionen, leistungsfähige Netze und verlässliche Rahmenbedingungen.
