GRÜNER Antrag stärkt das Fahrradparkhaus

Im Bauausschuss wurde am Dienstag intensiv über die Zukunft des Fahrradparkhauses am Bahnhof beraten. Durch einen erfolgreichen Antrag der Ratsgruppe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN • Die PARTEI wird das Parkhaus nun baulich angepasst und die Gebühren werden gesenkt.

Zuvor hatte ein ausführlicher Fachvortrag gezeigt, dass nicht der Preis das Problem für die vermeintlich geringe Auslastung des Radhauses ist. Die Expertinnen und Experten erläuterten, dass das Fahrradparkhaus hinsichtlich seiner Auslastung im normalen Bereich vergleichbarer Anlagen liegt. Bemerkenswert: Es übertrifft bereits im dritten Betriebsjahr das Autoparkhaus am Löwentor, das selbst nach mehreren Jahren nur eine vergleichsweise magere Auslastung von 14% erreicht. Das Fahrradparkhaus liegt inzwischen bei 16 % und zeigt eine klar steigende Tendenz.

Die Gruppe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN • Die PARTEI brachte im Ausschuss einen Antrag ein, der die empfohlenen Optimierungen der Fachleute aufgegriffen hat. Künftig sollen in einem Teilbereich statt Doppelparkern – eine platzsparende Lösung, die es ermöglicht, Fahrräder übereinander zu parken – klassische Fahrradbügel geschaffen werden – ein Wunsch vieler Nutzerinnen und Nutzer, deren Räder in Doppelparker nicht passen. Die Doppelparker sollen stattdessen an den Bahnübergang versetzt werden, wo der Parkdruck höher ist. Die Gruppe geht hierbei von geringen Kosten aus, da die Stadt die Arbeiten selbst umsetzen kann. Der Bauausschuss folgte zudem der Empfehlung, die erste Nutzung von 24 Stunden kostenfrei zu lassen. Danach sollen 1 € pro Tag, 15 € pro Monat oder 100 € pro Jahr erhoben werden.

„Dieses Modell ermögliche nach Aussagen der Fachleute eine gute Auslastung bei stabilem Betrieb“, erläutert Stefan Brix, Mitglied im Bauausschuss. „Der Buchungsprozess kann aus Sicherheits- und Nachverfolgbarkeitsgründen nicht vollständig entfallen, muss aber so einfach wie möglich sein. Unser Antrag stellt das sicher.“

Deutlich unzufrieden zeigt sich die Ratsruppe mit der weiterhin sehr niedrigen Auslastung des Autoparkhauses Löwentor. Trotz jahrelanger Bemühungen erreicht es seit langem lediglich eine Auslastung von 14 %. „Wir sehen bei dieser Auslastung keinen wirtschaftlich tragfähigen Betrieb einer so großen Immobilie“, erklärt Leo Pröttel, verkehrspolitischer Sprecher der Ratsgruppe. „Vor diesem Hintergrund beurteilen wir den geplanten Neubau eines weiteren Autoparkhauses – etwa hinter dem ehemaligen Kino am Bahnhof mit geschätzten 700 Stellplätzen sehr kritisch. Zunächst müssen die bestehenden Parkhäuser eine zufriedenstellende Auslastung aufweisen, bevor neue Kapazitäten geschaffen werden. Einen Bau oder Betrieb eines weiteren Parkhauses durch die Stadt oder ihre Gesellschaften lehnen wir deshalb ab.“

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